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Der Reiterbote vom Scharfenstein

Der Reiterbote vom Scharfenstein

Auf dem Scharfenstein im oberen Münstertal stand einst eine Ritterburg mit mächtigem Turm, von dem man aus das ganze Stampfbachtal bis hinauf zum Heidstein überblicken konnte. Dort oben herrschte der Scharfensteiner, wie die Bauern vom Obertal den kühnen Ritter ehrfürchtig nannten. Einerseits waren sie froh, einen starken Ritter zum Schutz zu haben. Andererseits mussten sie ihm aber auch viel von ihren Dingen abgeben. Jedes vierte Zicklein, jeder dritte Sack Korn, jedes zweite Kalb ging an den Scharfensteiner – und vom Rest bekamen die Mönche von St. Trudpert die Hälfte. Die waren auch froh, dass es den kühnen Scharfensteiner gab, denn er schützte ihnen die Silberbergwerke im Obertal.

An einem frühen Abend im Jahre 1346 eilte ein rundlicher Bauer von Wieden auf der anderen Seite des Passes schnaufend den steinigen Weg zur Ritterburg hinauf. „Lasst mich herein, es eilt“, rief er den grimmigen Torwächtern entgegen, die schon ihre Lanzen kreuzten, um den Eingang zu versperren. Glücklicherweise hatte der Scharfensteiner vom Turmzimmer aus das Geschehen beobachtet und rief nun seinen Wachen zu „Lasst es gut sein, der ist gewiss harmlos!“
„Danke, oh edler Ritter“, rief der Bauer und japste nach Luft. „Sie, sie… Sie kommen!“
„Wer kommt?“ „Es sind so….so….so viele, mit blitzenden…Schwertern! Beeilt Euch, Sie kommen!“ Mehr kam aus dem guten Mann nicht mehr heraus, er sackte ohnmächtig in sich zusammen, zu schnell war er die weite Strecke gerannt.
„So ist es doch wahr“, murmelte der Scharfensteiner und ließ nach Medard rufen, seinem ältesten Sohn, der, obwohl noch Knabe, schon sicher hoch zu Ross war.
„Medard ! Es ist so weit. Die Habsburger rücken an, um sich uns, unser Tal, das Kloster und die reichen Silberschätze zu holen. In dieser Nacht werden sie uns überfallen. Du musst das Kloster warnen!“
„Aber Vater, seid Ihr da sicher?“
Stumm zeigte der Vater auf den zusammengesackten Bauern.
„Er hat es mit den eigenen Augen gesehen. Rüste dein Pferd und mache dich auf! Und halt! Wähle nicht den Talweg. Es werden Vorposten dort sein, die dich abfangen. Kreuze die Schlucht und wähle den steilen Weg hinauf zum Branden. Ich weiß, er ist beschwerlich und gefährlich, aber das macht ihn sicher vor dem Feind! Spute dich!“

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Dafür haben wir uns etwas Besonderes ausgedacht.
Diese Geschichte kommt auf eine viel spannendere Weise zu Euch, wenn Ihr dem Brandenpfad seid, einem der sechs Münstertäler Wildnispfade. Hier folgt man nicht brav Wanderwegschildern, sondern muss den schmalen Pfad mittels Geocaching selbst entdecken. Und an jedem Abzweig markiert ein neuer Schatz mit einem Teil der spannenden Folgegeschichte, wo es weiter lang geht. Lust auf mehr? Auf www.muenstertal-staufen.de wird man fündig.
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